subheader kuehe small

Mit der geplanten Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle setzt die Gemeinde Rickenbach BL ein klares Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Energieversorgung.
Ziel ist es, die vorhandenen Dachflächen sinnvoll zu nutzen und einen Teil des eigenen Strombedarfs umweltfreundlich vor Ort zu produzieren.

Die Anlage soll so ausgelegt werden, dass möglichst viel des erzeugten Stroms direkt in den gemeindeeigenen Gebäuden genutzt werden kann.
Dadurch lassen sich Energiekosten langfristig senken und gleichzeitig ein Beitrag zur Reduktion von CO
-Emissionen leisten.

Gleichzeitig beabsichtigt die Gemeinde, im Zusammenhang mit der Anlage eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) aufzubauen.
Damit soll es künftig möglich sein, den vor Ort produzierten Solarstrom auch an weitere Bezüger in der näheren Umgebung weiterzugeben.
So kann die lokal erzeugte Energie optimal genutzt und die regionale Versorgung zusätzlich gestärkt werden.

Die folgenden Grafiken zeigen mögliche Bezüger einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) im Zusammenhang mit der neuen Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle.
Alle orange eingefärbten Gebäude könnten nach heutigem Stand von einer Teilnahme am LEG profitieren und direkt mit lokal produziertem Solarstrom versorgt werden.

 Trafogebiet

Mit diesem Projekt verfolgt die Gemeinde eine bewährte Strategie: Schritt für Schritt bestehende Infrastruktur nutzen,
regionale Ressourcen einbinden und damit eine nachhaltige Entwicklung sicherstellen, wirtschaftlich und im Interesse der Bevölkerung.

 

Weitere Informationen:

  1. Anmeldungzur finanziellen Beteiligung (Formular)
  2. Informationen zu geplanten Anlage (Kontakt Nr 2/2026 Seiten 3–4) 
  3. Auswertung der Umfrage zur Finanzierung 
  4. Auswertung der Umfrage zum LEG
  5. Beantwortung der Fragen aus den beiden Umfragen 

 


 

Anmeldung zur finanziellen Beteiligung

 Vielen Dank für Ihr Interesse an der Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle in Rickenbach.

Mit diesem Projekt möchte die Gemeinde gemeinsam mit der Bevölkerung einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen und unabhängigen Energieversorgung machen.
Ein Teil der Finanzierung soll bewusst durch Einwohnerinnen und Einwohner von Rickenbach getragen werden, damit die Wertschöpfung in der Gemeinde bleibt.

Auf Basis der Umfrage hat sich gezeigt, dass ein grosses Interesse an einer finanziellen Beteiligung besteht.
Nun geht es darum, konkrete Personen zu finden, die bereit sind, sich aktiv am Projekt zu beteiligen.

Was bedeutet eine Beteiligung?

Geplant ist eine Beteiligung über Anteilsscheine:

  • Anteilsscheine à CHF 500.–
  • Laufzeit: 5 oder 10 Jahre
  • Verzinsung: aktuell vorgesehen 2 % 
  • Beteiligung exklusiv für Einwohnerinnen und Einwohner von Rickenbach

Mit Ihrer Beteiligung leisten Sie einen direkten Beitrag zur Energiezukunft unserer Gemeinde und
profitieren gleichzeitig von einer moderaten Verzinsung sowie möglichen Vorteilen innerhalb einer zukünftigen lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG).

Wichtiger Hinweis

Diese Anmeldung ist eine unverbindliche Interessensbekundung. Sie dient der Gemeinde als Grundlage für die weitere Planung und Ausarbeitung des Projekts.

Nach Auswertung der Rückmeldungen werden Sie mit konkreten Informationen zu den definitiven Bedingungen, Verträgen und nächsten Schritten kontaktiert.


Beteiligung

Ich interessiere mich für eine finanzielle Beteiligung an der Photovoltaikanlage:

Bevorzugte Laufzeit: Die Laufzeit dient als Hilfestellung für die Planung. So kann geplant werden welche Anteilsscheine wann auslaufen: 

Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.

Der Gemeinderat und die Solarkommission sind überzeugt, dass dieses Projekt nur gemeinsam mit der Bevölkerung erfolgreich umgesetzt werden kann. Mit Ihrer Anmeldung leisten Sie einen wichtigen Beitrag dazu, Besten Dank.

 

 

 


Umfrage vom Februar 2026:

Beteiligung an einer Finanzierung
der Photovoltaikanlage MZH

 

1. Grundsätzliche Bereitschaft
Könnten Sie sich grundsätzlich vorstellen, sich als Privatperson finanziell an der Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle zu beteiligen?

  • Ja      31%
  • Eher ja       54%
  • Eher nein       12%
  • Nein      4%

2. Bevorzugte Beteiligungsform (Mehrfachauswahl möglich)
In welcher Form könnten Sie sich eine Beteiligung vorstellen?

  • Zinsloses Darlehen      20%
  • Darlehen mit tiefem Zins (z. B. 0.5 %)      36%
  • Beteiligung an der Anlage mit jährlicher Gewinnausschüttung      68%
  • Sponsoring / einmaliger Beitrag ohne Rückzahlung      4%

3. Darlehen – Laufzeit (falls Darlehen)
Welche Laufzeit wäre für Sie vorstellbar?

  • 5 Jahre      40%               
  • 10 Jahre      30%
  • 15 Jahre      0%
  • Flexibel / nach Absprache      30%

4. Darlehen / Beteiligung – Betrag
In welcher Grössenordnung könnten Sie sich eine Beteiligung vorstellen?

  • bis CHF 1'000       13%
  • CHF 1’000 – 5'000      50%
  • CHF 5’000 – 10'000       38%
  • über CHF 10’000

5. Beteiligung mit Ertrag (falls zutreffend)
Wie wichtig wäre Ihnen eine finanzielle Rendite?

  • Sehr wichtig      46%
  • Nett, aber nicht zwingend      38%
  • Nicht wichtig – der ökologische Nutzen zählt      17%
  •  

6. Motivation
Was wäre für Sie der Hauptgrund für eine Beteiligung? (1 Antwort)

  • Beitrag zur Energiezukunft der Gemeinde      58%
  • Regionale Wertschöpfung      17%
  • Finanzielle Rendite      13%
  • Vorbildfunktion der Gemeinde      13%

Freitext Feld

  • Die Rendite auf einer Investition steht nicht im Vordergrund, solange eine andere Wertschöpfung besteht (günstigerer Strombezug).
    Ohne diese wäre eine Verzinsung notwendig.
  • Kein Interesse, da wir bereits eine eigene PV-Anlage auf eigene Kosten installiert haben. Ich bin der Meinung, dass unsere Gemeinde in der aktuellen
    finanziellen Situation sich eine solche Investition nicht leisten kann und darf.
  • Gibt es eine Absicherung für das Darlehen? Übernimmt jemand eine Defizit Garantie?

 

 


 

Umfrage vom Februar 2026:

Bedingungen für eine Teilnahme
an der LEG (Lokale Elektrizitätsgemeinschaft)

 

1. Grundsätzliche Teilnahme
Könnten Sie sich vorstellen, Teil einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) in unserer Gemeinde zu werden?

  • Ja      71%
  • Eher ja      21%
  • Eher nein      0%
  • Nein      8%

2. Sparpotential
Wie viel würden sie Sparen wollen, damit eine LEG für sie attraktiv ist?

  • 5%      22%
  • 10%       30%
  • 15%       35%
  • 20% oder mehr       13%

3. Rolle innerhalb der LEG
In welcher Rolle würden Sie bei einer LEG mitmachen wollen?
(Mehrfachauswahl möglich)

  • Als Strombezüger       75%
  • Als Produzent (PV-Anlage auf eigenem Dach)       54%
  • Als Speicherbetreiber (Batterie)       46%
  • Nur ideell / unterstützend      0%
  • Weiss ich noch nicht       8%

4. Eintrittsbedingung – einmaliger Beitrag
Wäre für Sie ein einmaliger Eintrittsbeitrag (z. B. CHF 500.–) akzeptabel, um Mitglied der LEG zu werden?

  • Ja, ohne Weiteres       48%
  • Ja, wenn dafür ein günstigerer Stromtarif gilt       40%
  • Eher nein      0%
  • Nein      12%

5. Alternative Eintrittsbedingung – Batteriespeicher
Könnten Sie sich statt eines Geldbetrags auch vorstellen, mit einem eigenen Batteriespeicher an der LEG teilzunehmen?

  • Ja, das wäre für mich interessant       38%
  • Eher ja, bei klaren Vorteilen       38%
  • Nein       21%
  • Nicht möglich (z. B. Miete / Wohnung)       4%

6. Tarifmodell
Welches Tarifmodell erscheint Ihnen fair und sinnvoll?

  • Ein einheitlicher vergünstigter Tarif für alle LEG-Mitglieder       33%
  • Zwei Tarife:       46%
    • ein stärker vergünstigter Tarif für finanziell Beteiligte
    • ein weniger stark vergünstigter Tarif für nicht Beteiligte
  • Gleicher Tarif, aber Bonus (z. B. Rückvergütung) für Beteiligte       21%

7. Bedingung für günstigeren Tarif
Welche Voraussetzung wäre für Sie akzeptabel, um von einem günstigeren LEG-Tarif zu profitieren?
(Mehrfachauswahl möglich)

  • Finanzielle Beteiligung (z. B. Darlehen / Anteil)       58%
  • Eintrittsbeitrag (z. B. CHF 500.–)       58%
  • Beteiligung mit PV-Anlage      50%
  • Beteiligung mit Batteriespeicher       46%
  • Keine zusätzliche Bedingung       8%

8. Verbindlichkeit
Wären Sie bereit, sich für eine gewisse Mindestdauer (z. B. 3–5 Jahre) an die LEG zu binden?

  • Ja       60%
  • Ja, aber maximal 3 Jahre       12%
  • Ja, 5 Jahre       20%
  • Nein      8%

 


 Umfrage vom Februar 2026:

Beantwortung der Fragen aus den beiden Umfragen

 

Aus der im letzten Kontakt durchgeführten Umfrage haben sich zu den beiden Themenbereichen noch einige Fragen ergeben. Diese wurden in der Kommission besprochen, und wir können dazu wie folgt Stellung nehmen:


Fragen zum Thema Finanzierung der Photovoltaikanlage MZH

Frage 1: Die Rendite auf einer Investition steht nicht im Vordergrund, solange eine andere Wertschöpfung besteht (günstigerer Strombezug). Ohne diese wäre eine Verzinsung notwendig.

Antwort: Die Kommission hat entschieden, für die Anteilsscheine eine feste Rendite vorzusehen, unabhängig davon, ob die Investoren Strombezüger innerhalb der LEG sind oder nicht. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass aktuell nicht alle Personen von einem Bezug innerhalb der LEG profitieren können. Die Gleichbehandlung aller Beteiligten sowie eine faire Ausgestaltung der Investitionsbedingungen stehen dabei im Vordergrund.


Frage 2: Kein Interesse, da wir bereits eine eigene PV-Anlage auf eigene Kosten installiert haben. Ich bin der Meinung, dass unsere Gemeinde in der aktuellen
finanziellen Situation sich eine solche Investition nicht leisten kann und darf.

Antwort: Wir nehmen zur Kenntnis, dass aktuell kein Interesse besteht. Gleichzeitig sind wir der Ansicht, dass solche Investitionen langfristig zur finanziellen Stabilität beitragen können, insbesondere durch tiefere Energiekosten für die Gemeinde und die LEG Bezüger. 


Frage 3: Gibt es eine Absicherung für das Darlehen? Übernimmt jemand eine Defizit Garantie?

Antwort: Die konkrete Ausgestaltung der Absicherung (z. B. Sicherheiten oder Defizitgarantie) ist Gegenstand der weiteren Projektprüfung und würde im Rahmen einer allfälligen Umsetzung klar geregelt und transparent ausgewiesen.


Fragen zum Thema Teilnahme an der LEG

Frage 1: In den technischen Angaben ist eine Speicherkapazität von 48 kWh bei einer pick Leistung von 84kWh. Dies sehe ich als viel zu wenig Speicherkapazität.

Antwort: In den vorgängigen Unterlagen hat sich hierzu leider ein Fehler eingeschlichen: Die effektive Speicherkapazität beträgt nicht 48 kWh, sondern 96 kWh.
Die aktuell vorgesehene Speicherkapazität ist bewusst so dimensioniert, dass ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb gewährleistet bleibt. Eine weitere Erhöhung der Speicherkapazität würde die Investitionskosten deutlich steigern und ist unter den heutigen Rahmenbedingungen nur bedingt wirtschaftlich.
Der eingesetzte Speicher ist von der Firma Sigenergy (Sigenergy / SigenStack) geplant und modular aufgebaut. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Speicherkapazität bei Bedarf schrittweise zu erweitern. Der Speicher kann auf eine maximale Kapazität von bis zu 250 kWh ausgebaut werden.
Die Dimensionierung wird im weiteren Projektverlauf nochmals überprüft und bei Bedarf angepasst.


Frage 2: Ist ein LEG überhaupt interessant, wenn ich an einem anderen Trafo bin?

Antwort: Grundsätzlich ist die Teilnahme an einer LEG vom Netzanschlusspunkt abhängig. Befindet sich ein Anschluss an einem anderen Trafo, ist eine Teilnahme zwar möglich, jedoch mit höheren Netznutzungskosten verbunden. Diese liegen rund 20 % über den Kosten bei Anschlüssen am gleichen Trafo.
Die Herausforderung besteht darin, dass diese erhöhten Kosten für alle beteiligten Bezüger innerhalb der LEG gelten würden. Aus diesem Grund erachten wir derzeit primär Bezüger am gleichen Trafo als wirtschaftlich sinnvoll und somit als besonders interessant für eine Teilnahme.


Frage 3: Gemäss EBL ist diese Möglichkeit am Erliackerweg auf Grund der Leitungscharakteristik nicht gegeben (Angaben aus 2025). Müsste sicher genau abgeklärt werden.

Antwort: Die Hinweise der EBL nehmen wir zur Kenntnis.