Rickenbacher Wappen
Rickenbach um 1950
Zeichnung von Paul Wirz
Baumbestand früher
Rickenbach im Februar 1982; gezeichnet von Max Schneider (1916-2010) - Schöpfer des Bannersujets
Rickenbach um 1985
Dorfgeschichte

Das Rickenbacher Wappen

Das Rickenbacher Wappen existiert seit 1947 und zeigt einen silbernen Wellenbalken, der das Wappen in eine rote und blaue Hälfte teilt. Es wiederholt die Farben der kirchlichen Muttergemeinde Gelterkinden. Der silberne Streifen symbolisiert das Rickenbächlein und die untere, blaue Hälfte steht für den einstigen Fischweiher von Rickenbach.

Zeittafel
Steinzeit Spärliche Bodenfunde beweisen die Anwesenheit von Menschen
1274 Der Name "Richenbah" taucht erstmals in einer Urkunde auf
12./13. Jahrhundert Rickenbach im Besitz der Forburger, dann der Thiersteiener und schliesslich der Falkensteiner
1461 Rickenbach kommt mit dem Amt Farnsburg zu Basel
1510 Der Rat von Basel lässt in der Talsohle einen Fischweiher anlegen
1536 Die Kapelle wird gebaut
18. Jahrhundert Der Fischweiher verlandet mehr und mehr
1799 Der Fischweiher wird schliesslich aufgegeben
1904 Das Gebiet des ehemaligen Weihers wird drainiert
Bewohner
Gisin, Plattner, Erb und Handschin lauten die Namen der ältesten eingesessenen Familien. Einen dieser Namen trägt auch der berühmte Professor und Musikforscher Jacques Handschin (1886-1955), der Bürger von Rickenbach war.
 
Auch Heinrich Handschin (1830-1894), der als armer Knabe aus Rickenbach auszog und in Moskau zu einem grossen Weber-Fabrikanten wurde, stammt aus Rickenbach. Er vermachte sein grosses Vermögen verschiedenen wohltätigen Institutionen und Stiftungen. Nach seinem Tod wurde er in Gelterkinden begraben, wo auch ein Denkmal für ihn steht.
 
Rickenbach gehörte seit je her zur Pfarrei Gelterkinden. Obwohl es seit 1536 eine eigene Kapelle besitzt ist es noch heute bei Kirchgemeinde Gelterkinden - Rickenbach – Tecknau.